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(Donnerstag, 03.06.2004) - Die Cote d' Azur, wie sie schöner nicht sein kann ! Kitschig blauer Himmel, wunderschön gelegene Orte, schöne Schiffe zum Anschauen und immer wieder traumhafte Aussichten machten diesen Tag zum puren Genuss.

Der Tag begann damit, daß ich in St. Aygulf meinen Aufenthalt beendete und über die Autobahn Richtung Monaco fuhr. Die Zöllner in Italien streikten mal wieder und auf der Autobahn machte sich das durch ellenlange Lkw-Schlangen bemerkbar. Die französische Polizei hatte die Lkws, die nach Italien wollten, schon weit vor Nizza abgefangen, die halbe Autobahn wurde so zum Parkplatz.

Da ich mich sozusagen schon auf dem Heimweg befand, hatte ich mich entschieden, heute nicht wieder nach St. Aygulf zurück zu kehren, sondern abends in St. Paul de Vence auf dem Campingplatz zu übernachten. So würde ich mir eine lange Wegstrecke zurück sparen.

Mein erstes Ziel war Monaco. Von der Autobahn aus schlängelt sich die Strasse durch die französischen Vororte den Berg hinunter, ehe ich mich von Westen her dem Schloßberg Monte Carlos näherte. Ich nahm das erstbeste Parkhaus im Schloßberg selber, funkelnagelneu, geräumig, fast taghell ausgeleuchtet, gut, über den Preis pro Stunde wollen wir nicht reden ...

Die Lage sollte sich aber als sehr gut herausstellen. Als Fußgänger kam ich nämlich an der neuen Hafenmole heraus, die vor kurzem erst den Hafen Monacos erweiterte. Die neue Mole, die gleichzeitig auch der Landgewinnung diente, kann von grossen Kreuzfahrtschiffen zum Anlanden genutzt werden. Die Massen können so direkt in Monaco einfallen, ohne erst Tenderboote benutzen zu müssen. Ein neues Schiffsterminal zeugte von wahren Massen, die erwartet wurden.

Heute lagen am Kai nur zwei Schiffe, beide hochinteressant. Das eine, die "Christina O.", ehemals das Schiff Aristoteles Onasis, heute unter der Flagge Panamas fahrend, das zweite, die "Le grand bleu", des russisch/englischen Milliardärs Roman Abramovich. Bei der Recherche im Internet konnte ich im nachhinein feststellen, daß diese Megayacht mit circa 103 m Länge das sechstgrösste Schiff der Welt ist. Einen Tag vorher hatte ich Cannes die "Pelorus", Inhaber ebenfalls Roman Abramovich, gesehen. Der äußere Eindruck täuschte, aber die "Pelorus" war mit 109 m länger als die "Le grand bleu".

Das Schiff war faszinierend, es hatte eine eigene Hochseeyacht und eine eigenes Speedboot, sowie einen Hubschrauberlandeplatz an Bord. Es wirkte vollkommen autark. Die "Christina O." erschien dagegen wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Vollkommen andere Materialien und Formen vervollständigten den Anschein, daß mehr als Jahrzehnte zwischen den Schiffen liegen.

Mein Weg führte mich am Yachtclub vorbei in die Stadt hinein. Der Abbau der Formel-Eins Tribünen waren in vollen Gange. Am Wochenende vorher war der Grand Prix Zirkus zu Gast und viele Dinge, die ich sonst nur im Fernsehen sah, konnte ich hier noch live miterleben: die Zieleinfahrt, die Haupttribüne, die Boxengasse und die gesicherte Rennstrecke. Vom Schwimmbad aus ging ich hoch zum Casino, wo ebenfalls alles noch vom Rennen stand. Die Cafes waren trotz des frühen Tages schon voller Menschen, die Masse der Nobelkarossen rauschte an mir vorbei. Es gab unendlich viel zu schauen.

Irgendwann trugen mich aber meine Füsse nicht mehr und ich entschied mich an den ruhigen Strand von Beaulieu-sur-Mer zu fahren. Essen gehen in Monaco war außerhalb jeder Überlegung, eine Kleinigkeit am Strand von Beaulieu hingegen war ein Genuß. Sanft brandete das Wasser ans Ufer, ein laues Lüftchen wehte, was braucht der Mensch mehr. Beaulieu hatte einen herrlich altmodischen Charme, der gut zu einem entspannten Nachmittag paßte.

Mein letztes Ziel für heute war Cap Ferrat. Mit dem Auto unternahm ich eine Rundfahrt durch die Strassen auf der Hoffnung von oben aufs mehr runter schauen zu können. Leider waren aber wie fast überall an der Cote d' Azur, die Grundstücke so gehalten, daß man von außen weder auf die Grundstücke selber, noch aufs Meer schauen konnte. Per Zufall entdeckte ich aber eine kleine Strasse, die zum Lido hinunterführte. Folgt man der Strasse, kommt zu einem gebührenpflichtigen Parkplatz direkt am Wasser mit kleinem öffentlichen Strand und einem traumhaften Blick auf die Bucht von Villefranche.

Villefranche selber war bei meinem Besuch am frühen Abend belagert von englisch-sprechenden Kreuzfahrttouristen. Die "Millenium" - wahrscheinlich ein Kreuzfahrtschiff mit x-tausend Passagieren an Bord - lag in der Bucht und Tenderschiffe, brachten immer weiter neue Passagiere an Land. Aber auch mit ihnen war der Ort schön und besonders nachher die Aussicht an der Strasse Richtung Nizza ließ ein Gefühl für den Charme der Cote d' Azur aufkommen.

Ein wunderschöner Tag, den ich abends entspannt an meinem Tagesziel, dem Campingplatz in St. Paul de Vence ausklingen ließ.

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Monaco - Monte Carlo

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die beiden Schiffe "Le grand bleu" und die "Christina O.", unterschiedliche Epochen mit ganz unterschiedlichen Eigentümern, beide zur Zeit des Formel 1 - Rennens in Monte Carlo im Hafen liegend, die anderen Fotos zeigen weitere Schiffe im Yachthafen von Monaco

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Monaco - Monte Carlo

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der Grand Prix von Monaco fegte eine Woche vorher durch die Strassen der Stadt, hier sieht man die Abbauarbeiten der Rennstrecke und der Tribünen, die weiteren Fotos zeigen Eindrücke aus der Stadt und von der Skyline

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Monaco + Beaulieu sur Mer

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hier finden Sie noch einige Fotos von der Innenstadt Monaco, die anderen Fotos zeigen Beaulieu sur Mer und seine Außenbezirke, circa 20 km westlich von Monaco

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Cap Ferrat + Villefranche

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die Fotos zeigen die Bucht von Villefranche sur Mer vom Cap Ferrat aus und von der Straße nach Nizza, die oberhalb des Ortes entlang führt und Villefranche selber

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