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(Mittwoch, 26.05.2004) - Endlich im Süden angekommen. Mit jedem Kilometer Richtung Süden wurde es wärmer. War es am Morgen in Chamonix noch empfindlich kalt gewesen, war es in Avignon, meinen nächsten Ziel, bereits brütend heiss.

Um einen guten Ausgangspunkt für meine Fahrten in die Provence zu haben, entschied ich mich für einen Campingplatz in Le Thor, 15 km östlich von Avignon gelegen. Hier startete ich an meinem ersten Tag in der Provence zur Pont du Gard und nach Nimes.

Der Pont du Gard ist eines der prachtvollsten und besterhaltenen römischen Baudenkmäler ganz Europas. Eine Besichtigung wollte ich mir auch an einem heißen Frühsommertag nicht entgehen lassen. Parkplätze findet man in ausreichender Zahl auf beiden Seiten der Gardon. Die Brücke überspannt den Fluß, der im Sommer meist zu einem kleinen Rinnsal wird. Nur für Fußgänger und Radfahrer ist eine Querung - nach Zahlung eines Eintrittsgeldes - gestattet. Die Brücke ist trotz der Jahrtausende, die sie inzwischen auf dem Buckel hat, dank einer guten Restaurierung und eines inzwischen behutsamen Umganges in einem sehr guten Zustand. Prächtig ist sie anzusehen, wenn man sich ihr von einem der beiden Besucherzentren nähert. Nicht entgehen sollte man sich einen kurzen Anstieg auf die oberen Hügel, um die Brücke von oben sehen zu können. Auch wenn ich inmitten von Besuchermassen die Brücke besichtigte, hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt.

Weiter ging es nach Nimes. Eigentlich außerhalb der heutigen Grenzen der Provence gelegen, hat es mich dennoch wegen seiner zahlreichen römischen Baudenkmäler und seiner schönen Altstadt interessiert. Das Amphitheater ist kleiner als das von Arles. "Nur" 24.000 Zuschauer können hier Stierkämpfe oder musikalische Darbietungen beobachten. Dennoch ist es besser erhalten als in Arles.

Die Altstadt von Nimes stand bei meinem Besuch ganz unter dem Eindruck der gerade beginnenden Stierkampfsaison. Wie bei einem Jahrmarkt waren Strassen gesperrt und die Stadt bereitete sich auf die Corrida vor. Ich entschied mich spontan den am Abend stattfindenden Stierkampf zu besuchen. Ich hatte vorher noch nie einen gesehen und hier erschien mir eine gute Gelegenheit. Auf der einen Seite war es ein aufregendes und buntes Spektakel, das sich mir in der römischen Arena bot. Aber auf der anderen Seite - und die überwog bei weitem - stieß mich die Brutalität ab, mit der auf die Tiere eingestochen wird. Vor dem letzten Stierkampf verließ ich die Arena daher vorzeitig. Stattdessen genoß ich den Jahrmarkt und die Restaurants, die ganz im Zeichen der spanischen Küche standen.

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Pont du Gard

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Ausblicke auf die Pont du Gard und den Fluß Gardon

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Pont du Gard und Nimes

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Ansichten von der Pont du Gard, der Altstadt von Nimes und einem Stierkampf in der römischen Arena

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Nimes

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Ansichten von der Altstadt von Nimes und einem Stierkampf in der römischen Arena

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