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Nur ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Sonntag abend hatte ich Zeit, um mir einen ersten Überblick über die Cotswolds zu verschaffen. Nach Durchsicht des Reiseführer entschied ich mich, mir ein Quartier in dem kleinen Ort » Chipping Campden, circa 15 km südlich von » Stratfort-upon-Avon, zu suchen.

Ausschlaggebend für mich war die gute Infrastruktur im Ort selber, die Nähe zu vielen Wandermöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten im Umkreis weniger Kilometer. Fairerweise muß man unbedingt dazusagen, Dezember ist nicht "der" Reisemonat für Grossbritanien und auf schlechtes Wetter gerade in dieser Jahreszeit sollte man immer vorbereitet sein. Hat man aber gutes Wetter, bieten sich viele Möglichkeiten, trotzdem einen abwechselungsreichen Urlaub zu gestalten.

Meine detaillierte Reiseroute können Sie farblich für jeden Tag gekennzeichnet einer separaten » Landkarte entnehmen.

Übernachtung

Übernachtet habe ich im "Eight Bells Inn" in der Church Street im Chipping Campden. Das Pub mit insgesamt 4 Zimmern kann man unbedingt empfehlen. Wie alle guten Übernachtungsmöglichkeiten in England nicht gerade preiswert, hat es doch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Mir hat vorallem die typisch-britische Pub-Atmosphere, mit dennoch akzeptabeler Ausstattung der Zimmer und sanitärer Einrichtung gefallen. Der Ort bietet noch sehr viel mehr Hotels und B&B, das "Eight Bells Inn" hatte jedoch eine gut strukturierte Internet-Seite und kann daher bedenkenlos empfohlen werden.

20.12.2002

Landung in London-Luton

Check-In am » Kölner Flughafen und » Flug anschließend mit Hapag-Lloyd-Express waren unproblematisch und gingen pünktlich und ohne jegliche Probleme über die Bühne. Angenehm war auf dem Kölner Flughafen die direkte Anbindung an die Parkhäuser, die genau gegenüber den Terminals sind. London-Luton hat mit London soviel zu tun, wie Mönchengladbach mit Düsseldorf, nämlich garnichts. Luton liegt circa 50 km nordwestlich der Londoner Innenstadt und die einfache Fahrt kostet mit dem Zug mindestens 9 brit. Pfund (= 15 Euro !). Den Mietwagen habe ich bei Europcar angemietet und kostete in der Nebensaison für die zwei Tage (Preis ohne Vollkasko!) 39 brit. Pfund (=65 Euro)

Die Anreise nach » Chipping Campden war geprägt von dichtem Nebel und zum Teil strömendem Regen. Kein guter Anfang für einen Wochenendausflug. Die Unterkunft entschädigte dann aber für die 120 km Anfahrt vom Flughafen (Fahrtzeit knapp 2 Stunden wegen des Nebels, trotz gut ausgebauter Landstraßen).

21.12.2002

Nebel so weit das Auge sehen konnte. Die Sicht zum Teil nicht weiter als bis zur nächsten Häuserseite. Das konnte meine gute Laune nach einem oppulenten Frühstück nicht trüben. Als erstes heute den Ort » Chipping Campden selber besichtigt. Lohnenswert sind auf jeden Fall die St. James Kirche und die örtliche High Street. High Street stellt auch gleichzeitig die Hauptgeschäftsstrasse dar. Geht man Samstags vormittags durch den Ort, stellt man fest, daß das Dorf noch über ein funktionierendes Gemeindeleben verfügt, trotz des doch recht touristischen Charakters. Aber überall sieht man Menschen, die zusammenstehen, sich die neusten Neuigkeiten erzählen, die örtlichen Metzger, Bäcker, Fischhändler, etc. füllen. Sicherlich gibt es auch eine Menge Souvenirläden, aber die heben sich wohlwollend vom üblichen Kitsch ab, Viel Kunsthandwerk und einige Delikatessenläden.

Gegen Mittag bin ich dann gemütlich durch alles verhüllenden Nebel nach » Stratford-upon-Avon gefahren. Allererste Attraktion - alle Sehenswürdigkeiten waren gut ausgeschildert - ist natürlich Shakespeares Geburtshaus in der verkehrsberuhigten Henley Street. Weiteres Highlight sind Anwesen in der Chapel Street, New Place und Nash's House. Alle Highlights des Ortes haben irgendwie mit Shakespeare und seinem Leben, seiner Geburt, dem Haus seiner Frau, Anna Hathaway, seinen Werken und seiner Grabstätte, der Holy Trinity Church, zu tun. Schön ist aber auch ein Bootsfahrt auf dem Fluß Avon, der dem Ort seinen Namen gab. So gemütlich dies auch im Dezember aussah, habe ich in wegen des nebeligen Wetters darauf verzichtet.

22.12.2002

Das Wetter war in der ersten Tageshälfte so wunderbar, wie man sich einen klaren Wintertag vorstellen kann: strahlend blauer Himmel mit einigen dekorativen Wolken. Die englische Countryside kam hier voll zur Geltung.

Vormittags noch mal den Ort » Chipping Campden und seine unmittelbare Umgebung bei Sonnenschein angesehen. Als weiteren Ort in den Cotswolds schon auf dem Rückweg nach Luton » Stow-on-the-Wold, als höchstgelegenster Ort der Cotswolds (ca. 250 m :-)) besichtigt. Kurz vor Oxford dann noch einen Spaziergang durch den Park Blenheim Palace unternommen. » Blenheim Palace liegt unmittelbar am Ort Woodstock, circa 15 km von Oxford entfernt.

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